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Ch. Picco Kellner


 

Autor 
Schauspieler
Puppenspieler
Musiker
Zeichner & Illustrator
Liedermacher
Begeisterer
 

 

Es gibt mit Sicherheit bessere Autoren, buntere Illustratoren und beredtere Schauspieler als mich. Es gibt wahrscheinlich auch lustigere Komödianten und beherztere Puppenspieler. Bessere Musiker gibt es fast ausschließlich. Sänger auch. Und Gitarristen die das Instrument auch beherrschen gibt’s wie Sand am Meer. Es gibt inspiriertere Regisseure, engagiertere Alternativpolitiker und berufenere Sozialakteure als mich. Gibt es alles. Und sicher gibt es organisiertere Theaterleiter, die immer genau wissen was sie wollen. Und das auch umsetzen. Ja, soll es alles geben. Aber so viele gibt es wiederum nicht, die das alles in sich verbinden können. Und dazu noch Motorradrennen fahren, Kinder versorgen, ein Sozialprojekt in Zimbabwe betreiben, im Garten arbeiten, Enkerl betreuen. Ich glaube also: ich bin wirklich einzigartig! So wie alle anderen übrigens auch.“

 Ch. Picco Kellner kommt aus dem Wald(viertel), ist in seiner frühen Jugend nach Wien gewechselt und hat da Theaterwissenschaft studiert. Just in dem Moment, wo er eigentlich nach Amerika auswandern wollte, begegnete er seinem Sohn Ben - und kurz darauf auch seiner Tochter Sarah – die ihn erfolgreich überredeten zu bleiben. Ein zweiter Fluchtversuch nach Afrika wurde von seiner jüngsten Tochter Mimi Fee vereitelt. Zumindest bis ins Tullnerfeld hat er es geschafft. Immerhin.

 „Geschrieben habe ich schon immer. Mit 13 kam dann die Gitarre dazu. In die war ich sofort verliebt. Sie hat auch mein Leben geprägt. Sie und noch etwa 200 andere Dinge und Menschen. 

 1979 gründete er eine Literaturgruppe, dann einen Kulturverein, schrieb Gedichtbände und 3 Romane, begann neben seiner Arbeit als Musiker in diversen Bands Theaterstücke zu schreiben – und ab der Geburt seiner Kinder, Geschichten und Stücke für eben diese. So kam es 1991 auch zur Gründung des Theatro Piccolo, nachdem er davor an der Wiener Urania als Puppenspieler reüssierte und anschließend mit dem Theater Trittbrettl den Schritt in die professionelle Schauspielerei tat.

 „Ich war ehrlich erstaunt, dass das beim Publikum ankam. Aber ich habe bei dieser Arbeit so eine Freude entwickelt, dass ich nicht einmal eine Szene mit einem unheilbaren Lachkrampf beenden musste. Ich denke, auch meine unter Kollegen sehr gefürchteten Improvisationsangriffe sind nur ein Teil dieser Spielfreude.“

 Seitdem schreibt, malt, baut, organisiert und werkt der „Piccolo“ auch international. Seit 2001 in Taiwan mit dem „Song Song Song“ Theater und später auch fast überall in Mainland China mit LOC Theater und seit 2004 mit einer Produktion jährlich auch in Zimbabwe, Afrika, mit dem Ensemble IYASA.

 Bis 2019 hat Ch. Picco Kellner etwa 30 Theaterstücke geschrieben, viele davon mit Co-AutorInnen wie Eva Billisich, hat in Filmen gespielt, Kinderbücher veröffentlicht und mit seinem Freund und Kollegen, dem Musiker Robby Lederer mehr als 120 Lieder komponiert und getextet. Zumeist fürs Theatro Piccolo, das er seit 1991 unter Duldung der 12 Ensemblemitglieder vorgibt zu leiten.

 „Wer auch immer leitet, ich sicher nicht. Wir sind mehr Getriebene. Mich regt so viel auf, Ungerechtigkeit, Vorurteile, Dummheit, Ignoranz, Gier. Ich finde immer neue Themen, über die ich schreiben und berichten muss. Ich versuche diese kleine Wut in mir mit viel Humor und Empathie im Theater umzusetzen und zu etwas Positivem zu machen! Seltsam, aber ich habe den Eindruck, es gelingt! Irgendwie…“

 Mit der Gründung seines Verlags „Piccolos LeseStoff“ setzt er nun einen weiteren Schritt. Er will Bücher, Texte, Hörspiele und Bilder von FreundInnen (und solchen, die es noch werden), aber auch von sich selbst, Kunst von welcher er besessen ist, unter sein Volk zu bringen. Sein Volk der Kinder zu bringen.

 „Ich kenne so viele interessante Leute, die tolle Kunst für Kinder machen, da wäre es fast schade, wenn die niemals veröffentlicht würden. Die muss man kennenlernen. Also vermittle ich das jetzt. Und wenn welche dabei sind, die für Erwachsene arbeiten, na dann nehme ich die auch gerne dazu. Es gibt dabei auch kein Kriterium. Nur, dass es mich begeistern muss. Und das passiert ja relativ schnell. Ich bin ein begeisterter Begeisterer.“  

 Und was heißt jetzt das Ch. vor Picco? Manfred? Charlotte? Oder Krebsenspeck?

„...habe ich vergessen“ sagt er. Ich glaub ihm nicht. Das ist sicher schon wieder so ein G`schichterl!